Bato dela Rosa: Anwälte halten 50-Mio.-Kopfgeld für rechtswidrig

Stand: 25.10.2026, 06:30 Uhr (PHT)

Die Anwälte von Senator Ronald „Bato“ dela Rosa halten das Kopfgeld von 50 Mio. PHP für seine Festnahme für rechtswidrig. Ihre Kanzlei Torreon and Partners argumentiert, dass es dafür einen philippinischen Haftbefehl bräuchte. Gegen dela Rosa liegt aber nur ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) vor.

Nach den Regeln des Innenministeriums (DILG) setze die Aufnahme in die Liste der „Most Wanted“ einen inländischen Haftbefehl mit Aktenzeichen voraus, so die Kanzlei in einer Stellungnahme auf Facebook. Als Vergleich nennt sie Atong Ang: Für ihn wurden im Januar 10 Mio. PHP ausgesetzt, nachdem ein Regionalgericht in Santa Cruz Haftbefehl erlassen hatte. Die Philippinen sind seit dem 17. März 2019 nicht mehr Mitglied des IStGH, und kein philippinischer Richter hat dessen Haftbefehl bisher geprüft oder übernommen.

Die Anwälte kritisieren zudem die Einstufung als „bewaffnet und gefährlich“. Zusammen mit der hohen Belohnung lade das zu Selbstjustiz ein. Festnahmen durch Privatpersonen seien nur in engen Ausnahmen erlaubt, ein ausländischer Haftbefehl gehöre nicht dazu. Auch die Finanzierung aus Geheimdienstmitteln sei ohne inländischen Haftbefehl unzulässig.

Eine Klage haben die Anwälte laut Bericht bisher nicht eingereicht. Eine Antwort von DILG oder Polizei auf die Einwände ist nicht bekannt. Das Ultimatum der Polizeiführung, sich innerhalb einer Woche zu stellen, gilt weiter. Ein Urteil gegen dela Rosa steht aus.

Quellen: Inquirer/Cebu Daily News

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