Das philippinische Außenministerium (DFA) hat die chinesische Botschaft in Manila am Donnerstag öffentlich gemahnt. Eine Reihe von Beiträgen in sozialen Medien gegen philippinische Amtsträger sei „eskalierend und undiplomatisch“ und untergrabe das gegenseitige Vertrauen. Das DFA behielt sich weitere diplomatische Schritte vor, ohne sie zu nennen.
Auslöser des Streits ist eine Äußerung von Botschafter Jing Quan vom 15. Oktober: China könne „leicht gewinnen“, wenn es Gewalt anwende – werde das aber nicht tun. Das DFA hatte ihn daraufhin am Montag einbestellt.
Seitdem hat die Botschaft unter anderem eine Erklärung von Abgeordneten, die Jings Ausweisung fordern, mit dem Satz „You are now on the list“ geteilt. Was diese Liste bedeutet, erklärte sie nicht. Zuvor hatte sie angekündigt, Befürworter einer Ausweisung seien in China nicht willkommen. Im Repräsentantenhaus fordert eine Resolution von zehn Abgeordneten, Jing zur unerwünschten Person zu erklären; im Senat liegen zwei ähnliche Resolutionen vor.
Nur aus Schlagzeilen bekannt: Laut Inquirer wies die Botschaft die Warnung des DFA zurück. Laut PNA mahnte der Präsidentenpalast zur Vorsicht bei Rufen nach einer Ausweisung; Philstar berichtet, Präsident Marcos wolle den Botschafter nicht ausweisen.

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