Atong Ang: Regierung uneins, ob der Gesuchte das Land verlassen hat

Der Präsidentenpalast lässt prüfen, ob Behördenfehler dem Geschäftsmann Charlie „Atong“ Ang die Flucht ermöglicht haben. Ang wird vorgeworfen, Entführung und Tötung von Hahnenkampf-Teilnehmern („Sabungeros“) veranlasst zu haben.

Gerichte in Laguna und Batangas haben Anfang 2026 Haftbefehle erlassen. Die Anklage lautet auf 15 Fälle von Entführung und schwerer Freiheitsberaubung sowie vier Fälle von Entführung mit Todesfolge. Ein Urteil steht aus.

Unklar ist, wo Ang sich aufhält. Innenminister Jonvic Remulla sagt, Ang habe das Land über inoffizielle Wege verlassen, möglicherweise schon vor einem Jahr; Medien nennen Kambodscha als mögliches Ziel. Justizminister Fredderick Vida widerspricht: Laut Einwanderungsbehörde gebe es keinen Ausreisevermerk, Ang sei also im Land. Remulla meint, beide könnten recht haben, da die Ausreise an den offiziellen Häfen vorbei erfolgt sei.

Palastsprecherin Claire Castro warnte vor vorschnellen Schuldzuweisungen. Ohne Ausreisesperre (Hold Departure Order) könne niemand an der Ausreise gehindert werden. Die Grenzsicherung des Inselstaats müsse verbessert werden.

Quelle: Inquirer; Philstar

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