Die philippinische Zentralbank (BSP) hat den Leitzins am Donnerstag um 50 Basispunkte auf 5,50 Prozent angehoben. Es ist die vierte Erhöhung in Folge; seit April summiert sie sich auf 100 Basispunkte. Der Einlagesatz liegt nun bei 5 Prozent, der Satz für Übernachtkredite bei 6 Prozent.
Hauptgrund ist die Teuerung: Die Inflation stieg im September auf 7,2 Prozent nach 6,1 Prozent im August, getrieben von Reis, Strom, Treibstoff und Transport. Das Zielband der BSP liegt bei 2 bis 4 Prozent. Auch die Kerninflation erreichte mit 4,7 Prozent ein Drei-Jahres-Hoch.
Die BSP rechnet damit, dass die Inflation in den kommenden Monaten weiter steigt und erst 2028 in die Nähe des Ziels kommt (Prognose). Als Risiken nennt sie den hohen Ölpreis, El Niño und den schwachen Peso, der am 20. Oktober mit 63,361 Peso je US-Dollar ein Rekordtief erreicht hatte. Nach dem Beschluss legte der Peso leicht auf 63,311 zu.
Ob der große Schritt überraschte, ist unklar: Laut einer Reuters-Umfrage hatten alle 27 befragten Ökonomen nur 25 Basispunkte erwartet. SunStar schreibt dagegen, 50 Basispunkte seien weithin erwartet worden, wenn auch am oberen Ende.
Für Auswanderer heißt das: Kredite mit variablem Zins werden teurer, die Preise dürften weiter steigen. Die nächste Zinssitzung ist am 17. Dezember.
Quelle: SunStar, Interaksyon/Philstar
