Vor dem Prozessbeginn gegen Ex-Präsident Rodrigo Duterte am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) legt die Anklage nach. In einem am Freitag veröffentlichten, teils geschwärzten Antrag bittet sie die Strafkammer III, früher aufgezeichnete Aussagen von drei Zeugen als Beweis zuzulassen.
Nach Darstellung der Anklage geht es um angebliche Anweisungen „von oben“ an Polizisten, um eine Belohnung für einen Vorfall sowie um Planung, Vorbereitung und Bezahlung von Tötungen. Die Aussagen sollen Anklagepunkt 3 stützen (Mord und versuchter Mord) und Dutertes Wissen und Vorsatz belegen.
In einem weiteren Antrag will die Anklage ein Gutachten mit 15 Beweisstücken einbringen und die Befragung des Gutachters von fünf auf zwei Stunden verkürzen. Bereits am 21. Oktober war ein ähnlicher Antrag zu drei anderen Zeugen bekannt geworden. Eine Reaktion der Verteidigung wurde nicht berichtet.
Am 2. November ist eine Statuskonferenz angesetzt, der Prozess soll am 30. November beginnen. Duterte sitzt seit März 2025 in Den Haag in Haft. Es handelt sich um Vorwürfe der Anklage. Ein Urteil steht aus.
Quelle: Philstar
