Philippinen-Ticker: 21. Oktober 2026
Stand: 21.10.2026, 7:00 Uhr (PHT) · Taifun-Daten: PAGASA-Bulletin Nr. 2 vom 20.10., 17:00 Uhr
Supertaifun „Rosal“ zieht an Nordluzon vorbei, Wind auch in den Visayas
Supertaifun Rosal (international: Champi) lag zuletzt rund 1.270 km östlich von Zentralluzon. Er erreichte Dauerwinde von 195 km/h mit Böen bis 240 km/h und zog mit 25 km/h nach Westnordwesten.
Warnstufe 1 gilt für Batanes, Teile der Babuyan-Inseln sowie Teile von Cagayan, Isabela und Catanduanes. PAGASA hält eine Anhebung auf Stufe 2 oder 3 für möglich.
Verlauf: Am nächsten kommt Rosal dem äußersten Norden Luzons zwischen Donnerstag und Freitag. Bis Freitagabend oder Samstagfrüh soll er das philippinische Überwachungsgebiet verlassen. Ab Donnerstagabend wird eine allmähliche Abschwächung zum Taifun erwartet.
Für die Visayas und Mindanao: Ein direkter Treffer ist nicht vorhergesagt. Durch Nordostwinde und die Ausläufer des Sturms erwartet PAGASA aber kräftige bis stürmische Böen:
heute (21.10.): u. a. in Ostvisayas, Bohol, Siquijor, Negros Occidental, Iloilo, Guimaras sowie Teilen Mindanaos
Donnerstag (22.10.): im größten Teil des Landes
Für Luzons Ostküste gilt eine Sturmwarnung für die Schifffahrt. Kleine Boote sollten dort im Hafen bleiben. Das Bildungsministerium hat Schulen angewiesen, sich auf Ausfälle vorzubereiten.
Hinweis für Auswanderer: Wer reisen oder übersetzen will, sollte die Fährverbindungen prüfen und die PAGASA-Bulletins im Blick behalten. Sie erscheinen alle sechs Stunden.
Senator Marcoleta für 90 Tage suspendiert
Das Antikorruptionsgericht Sandiganbayan hat Senator Rodante Marcoleta vorläufig vom Amt suspendiert. Ihm wird Plünderung (plunder) vorgeworfen: Er soll in seiner Zeit als Abgeordneter rund 75 Mio. Peso unrechtmäßig erlangt und nicht deklariert haben. Nach Angaben des Gerichts ist die Suspendierung bei gültiger Anklage gesetzlich vorgeschrieben. Sie ist kein Schuldspruch. Bereits am 12. Oktober wurde Senator Jinggoy Estrada aus demselben Grund suspendiert.
Streit mit China: Botschafter einbestellt
Das Außenministerium hat Chinas Botschafter Jing Quan einbestellt. Er hatte öffentlich erklärt, China könne einen bewaffneten Konflikt leicht gewinnen, wolle aber keine Gewalt anwenden. Außenministerin Lazaro nannte die Aussage provokativ und inakzeptabel, Präsident Marcos bewertete sie als Drohung. Im Senat liegt inzwischen eine zweite Resolution vor, die die Ausweisung des Botschafters fordert. Marcos schließt das laut Medienberichten aus.
Oberstes Gericht: Aufgeblähte Haushaltsposten verfassungswidrig
Der Supreme Court hat Teile der Haushalte 2024 und 2025 sowie Posten im Haushalt 2026 für verfassungswidrig erklärt. Kern des Urteils: Der Kongress hatte die sogenannten nicht programmierten Mittel 2024 von 281,9 Mrd. Peso (Regierungsvorschlag) auf 731,4 Mrd. Peso erhöht. Laut Gericht darf das Parlament die vom Präsidenten empfohlene Gesamtsumme nicht überschreiten.
Flutschutz-Skandal: Kronzeuge belastet Ex-Parlamentspräsident Romualdez
Im Korruptionsverfahren um Flutschutzprojekte hat der frühere Bauingenieur Henry Alcantara als Kronzeuge gegen Ex-Parlamentspräsident Martin Romualdez ausgesagt. Romualdez wird Plünderung im Zusammenhang mit mutmaßlichen Schmiergeldern aus Infrastrukturprojekten von 7,44 Mrd. Peso vorgeworfen. Alcantara hat eingeräumt, selbst 300 Mio. Peso Schmiergeld erhalten zu haben, und davon bisher über 110 Mio. Peso zurückgezahlt. Das Verfahren läuft; ein Urteil steht aus.
Quellen: PAGASA (Bulletin Nr. 2, 20.10.2026), Philstar, Inquirer, Philippine News Agency. Alle Meldungen sind eigene Zusammenfassungen; maßgeblich sind die verlinkten Originalquellen.
Schlagwörter/Labels: Taifun Rosal · Korruption · China · Haushalt · Justiz
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